Der Kontrabass

Patrick Süskind: Der Kontrabass

Der brillante Schauspieler Stefan Wilkening - bis zum Sommer 2011 Mitglied des Ensembles am Bayerischen Staatsschauspiel und bekannt durch zahlreiche TV-Rollen und Hörbuchproduktionen - spielt Patrick Süskinds geniales Monodrama. Patrick Süskind ("Das Parfüm") erzählt in "Der Kontrabass" über das Leben eines Hinterbänklers im städtischen Orchester. Er ist der Orchesterbeamte mit bescheidenem Talent, der sich mit seinem Zaudern sowohl in der Musik als auch bei der Liebe immer wieder selbst im Wege steht. Sein Instrument ist sein einziger Freund, seine Geliebte und doch gleichzeitig sein größter Feind.

Das ist Slapstick pur, Milieukomik, brillante Sprachbeherrschung und soziale Analyse in einem und eines der erfolgreichsten Stücke auf deutschsprachigen Bühnen überhaupt. Während normalerweise der Kontrabass im Orchester untergeht, hat Süskind ihm hier zu einem grandiosen Solopart verholfen.

Regie: Johannes Schmid



Trailer

 

Pressestimmen:

"Marcel Reich-Ranicki nannte den "Kontrabass" ein "kabarettistisches Stück mit Pfiff und Charme und mit leiser, gleichsam lächelnder Melancholie". Es zeige Süskinds Humor ebenso wie seine "keineswegs larmoyante und eher an Tschechow erinnernde Schwäche für die Benachteiligten und Zukurzgekommenen". Stefan Wilkening verstand es meisterhaft, das Psychogramm dieser unscheinbaren Hintergrundexistenz zu zeichnen. Er argumentiert, gestikuliert, verzweifelt, tobt und grollt ob seiner Rolle im Orchester wie im Leben: ganz im Hintergrund, von niemandem wahrgenommen, eine unbedeutende Nebenrolle. Und das Trägerunterhemd, die Jogginghose und die Bierflaschen beweisen: Es steckt kein glänzender Solist in ihm, er ist genau da, wo er hingehört, im Mittelmaß.

Dieser "Kontrabass" mit dem großartigen Darsteller Stefan Wilkening und in der lebendigen, kreativen Inszenierung von Johannes Schmid gefiel allen Zuschauern, und so blieb man lange noch sitzen und spendete den verdienten Applaus."

Bärbel Knill, Augsburger Allgemeine

 

"Vor lauter Mitgefühl für einen in sich zerrissenen, von Minderwertigkeitsgefühlen gepeinigten mittelmäßigen Musiker vergisst man am Ende fast, dass alles nur Theater ist.

Besser und überzeugender, wie es Wilkening 70 Minuten lang gelungen ist, kann man dessen Rolle kaum spielen. Ihm, dem Schauspieler, und nicht dem Musiker galt der verdiente Beifall."

Hans Steinherr, NWZ Esslingen