Das Wiener Kaffeehaus

 

Heinrich Klug - Cello-Solist
Florian Sonnleitner
- 1. Violine
Maria Reiter
- Akkordeonistin



Das Wiener Kaffeehaus ist eine Institution, die sich bisher über alle Weltuntergänge retten konnte und in der sich Literatur, Lebensart, Kunst und Musik zu äußerst feinen Blüten kristallisierte. Unter dem geschwungenen Lüster hinter dem runden Tischchen bin ich Mensch, will ich sein, und will ich mich von der krankhaft sterilen Bauweise der Neuzeit erholen und dem scheußlichen Diktat der schnurgeraden Linie mit dem ein oder anderen Achterl Roten trotzen.

Zu diesem Behufe treffen sich Schauspieler, Schausteller, Bauschreiner, Lebenskünstler, Literaten, erhitzte Musiker nach ihrem Dienst im Orchester, windige Musikanten, schwer mit großen Kisten bepackt. Man sitzt in Gemeinschaft beim kleinen Braunen oder einer üppigen Melange und bespricht, bedichtet, vertont, verspottet die ausgesperrte Welt; falls man nicht selbstgenügsam die Zeitungen studiert.

Schubert, Altenberg, Beethoven haben eine Schwäche fürs Kaffeehaus gehabt und wir drei nicht minder, als da wären: Der geigende Herr Konzertmeister Florian Sonnleitner vom Symphonieorchester des Bayrischen Rundfunks.

Der ehemalige Solocellist der Münchner Philharmoniker und amtierende Kinderkonzertmeister Herr Heinrich Klug und Frau Akkordeonistin Maria Reiter, die ohnehin dauernd zwischen Wien und Fraßhausen pendelt.

Wir erfreuen Sie mit Kaffeehausvariationen von Beethoven, feurigen Zigeunerweisen von Lehar, herzerwärmenden spanischen Tänzen von Herrn Mozkowsky aus Dresden, herzergreifenden Humoresquen von Sibelius, Andalusischen Romanzen und dergleichen Schätzen mehr nach dem dictum von Peter Altenberg: " Nicht Du bist an dem Ort, der Ort ist in Dir."

Der hiermit ausgeplauschte Geheimtipp: Der weltgereiste Edelgeiger singt ein Heurigenlied.