Pressestimmen zu "Don Quijote"

"Das Ambiente dieser großartigen Inszenierung schafft Maria Reiter auf ihrem Akkordeon. Stefan Wilkening und sie entführen die Zuschauer facettenreich in die Fantasien eines kleinen Landadeligen, der Traum und Wirklichkeit nicht auseinanderhalten kann. Stefan Wilkening liest nicht nur, er lebt Gelesenes mit jeder Faser seines Körpers. Neben ihm ist Maria Reiter nicht nur Musikerin, sie ist auch Darstellerin. Sie staunt, schaut erschrocken und übernimmt die Rolle der erzürnten Ehefrau Sanchos. Eine wunderbare Inszenierung, auch ein wunderbares, unvergessenes Ereignis vor einem sich vor Begeisterung überschlagenden Publikum." Michèle Kirner, Starnberger Merkur

"Stefan Wilkening ist beides: der euphorische, immer ein paar Meter über dem Boden zu schweben scheinende Don Quijote, und der ebenso eifrige wie besorgte Sancho Pansa. Zwei Temperamente sind da in einem Schauspieler vereint, zwei Seelen verschaffen sich Raum, und Wilkening gibt beiden eine Stimme, ein Gesicht, ein ganzes Arsenal an Gesten. Die Kulissen und wechselnden Stimmungen zaubert Maria Reiter. Die musikalischen Motive, die sie auf dem Akkordeon dialogisch in die Szenen hineinwebt, geben dieser Vision eines szenischen Hör-Spiels erst die Zeit-und-Raum-Verortung. Dabei wird ihr Spiel zu gleich mehreren weiteren Akteuren, wird zu jenen Traumgestalten, denen Don Quijote zu begegnen glaubt. Die Musik also ist der Zaubertrank, die Tür hinein in eine andere Welt. Das versteht kaum jemand so genial zu interpretieren wie diese Ausnahmeakkordeonistin." Sabine Zaplin, Kulturwelle 5